DER GENDARMENMARKT

Er gilt als schönster Platz Berlins, wenn nicht sogar Europas: der Gendarmenmarkt. Er befindet sich in der historischen Mitte von Berlin, misst 3,3 Hektar und ist einer der wichtigsten Hotspots der deutschen Hauptstadt.

Auf der Sightseeing-Liste aller Touristen steht er schon lange ganz oben: Weit über eine Million Besucher tummeln sich jährlich auf dem Gendarmenmarkt, dazu etliche Geschäftsleute und natürlich Berliner.

Der Markt ist mit Abstand der vielfältigste und exklusivste Platz, den die Spree-Metropole zu bieten hat: Zahlreiche Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein. Luxuriöse Geschäfte und Boutiquen säumen den Platz sowie die nahe gelegene Shopping-Meile, die Friedrichstraße. Kultur-Liebhaber kommen in den erstklassigen Aufführungen des Konzerthauses auf ihre Kosten. Und für internationale Geschäftsleute ist der Platz, an dem sich namhafte Hotels, renommierte Banken, Kanzleien, Kliniken und Immobilienmakler befinden, der bedeutendste Dreh- und Angelpunkt Berlins.

Auf dieser Seite erfahren Sie die spannende Historie dieses einzigartigen Platzes. Im Menü stellen wir Ihnen den Platz, den Französischen Dom, den Deutschen Dom und das Konzerthaus noch mal gesondert vor. Dort erhalten Sie wertvolle Tipps für Ihren Besuch auf dem Markt.

Die Entstehung des Platzes.

1688 Der Platz entsteht als Teil der Friedrichstadt, die Kurfürst Friedrich III., der spätere König Friedrich I. in Preußen, anlegen ließ.
 
1701 Die zwei Kirchbauten werden errichtet – noch ohne die hohen Türme. Eine Kirche gehört der lutherischen und eine der französisch-reformierten Gemeinde: Ein Großteil der französischen Einwanderer hatte sich in der Friedrichstadt angesiedelt. Den Hugenotten war mit dem Edikt von Potsdam der Schutz ihrer religiösen Freiheit und volles Bürgerrecht zugesichert worden.
 
1780-85 Die beiden identischen Kuppeltürme werden nach den Plänen von Carl von Gontard unter Friedrich II. errichtet.
 
1821 Das königliche Schauspielhaus, das heutige Konzerthaus, wird von dem Architekten Karl Friedrich Schinkel fertiggestellt. Es ersetzt das Nationaltheater, das an derselben Stelle durch einen Brand zerstört worden war.
 
1859-71 Bau des Denkmals von Friedrich Schiller in der Mitte des Platzes. Anlass ist der 100. Geburtstag des Dichters. Bis 1936 hieß dieser Teil des Gendarmenmarkts „Schillerplatz“.

Der Gendarmenmarkt um 1900 – damals noch mit gärtnerischen Schmuckanlagen.

Ein Platz – viele Namen.

Im 18. Jhd. hieß der Platz Neuer Markt – und der Deutsche Dom (ohne Turm) Neue Kirche.
1688-1701 Linden-Markt
1701-1786 Mittelmarkt bzw. Friedrichstädtischer Markt
 
1786-1799 Neuer Markt
1799-1950 Gendarmenmarkt
1950-1991 Platz der Akademie
1991-heute Gendarmenmarkt

Der Markt – Schauplatz der Geschichte.

1847 Die "Kartoffelrevolution" – ein Aufruhr gegen die gestiegenen Lebensmittelpreise – kündigt die Revolution von 1848/1849 an.
 
1848 Die Gefallenen der Märzrevolution werden auf den Stufen des Deutschen Doms feierlich aufgebahrt.
Ab September tagt die Preußische Nationalversammlung mehrere Wochen im Großen Saal des Schauspielhauses.
 
1936 Das Nazi-Regime beseitigt die gärtnerischen Schmuckanlagen vor dem Schauspielhaus und ersetzt sie durch die heute noch vorhandenen quadratischen Steinplatten. Der Markt diente fortan als Aufmarschplatz für Propaganda-Veranstaltungen.
 
1946 Auf dem durch den Zweiten Weltkrieg zerstörten Platz findet ein Konzert des Alexandrow-Ensembles, des berühmten sowjetischen Soldatenchors und -orchesters, statt.
 
1979 Erste Wiederaufbauarbeiten am Konzerthaus. Wiedereröffnung 1984. Drei Jahre später Fertigstellung des Französischen Doms, 1989 Aufstellung des restaurierten Schiller-Denkmals. Vollendung des Deutschen Doms 1996. 
 
1990 Am Vorabend der Deutschen Wiedervereinigung findet auf dem Markt der letzte Staatsakt der DDR-Regierung mit der Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie statt.

Entsetzen bei den Berlinern: Nach Bombeneinschlägen brennt der Französische Dom 1945 lichterloh.

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