„Ins Auto packen, Notaufnahme oder bei mir schlafen lassen – das ganze Programm“

In Berlin wird derzeit der Kinofilm "Mängelexemplar" gedreht – mit prominenten Schauspielern wie Katja Riemann und Barbara Schöne. Vorlage ist der Bestseller von Sarah Kuttner. Gendarmenmarkt.de war am Set dabei! Warum Tränen flossen, welche überraschenden Geständnisse es gab und warum Sie den Film unbedingt sehen sollten, lesen Sie hier...
Die Film-Crew am Set von "Mängelexemplar". Sarah Kuttner geht lachend in die Knie. Beide Fotos: © K. Poehls

Ein Hinterhof am Lausitzer Park in Kreuzberg, zwei Treppen hoch, eine versteckte Wohnung. Hier wird gerade großes Kino gemacht. Es ist der 21. Drehtag von „Mängelexemplar“, einer Tragikomödie nach Romanvorlage von Sarah Kuttner, die voraussichtlich Ende 2015 zu sehen sein wird. Gendarmenmarkt.de auf Setbesuch!
Die Besetzung des Films ist mit Schauspielern wie Katja Riemann, Barbara Schöne, Maren Kroymann und Detlef Buck sehr prominent. Die Stimmung der Crew vor Ort wirkt freundschaftlich, ausgelassen – das Thema von „Mängelexemplar“ kommt hingegen sehr ernst daher: Depressionen.

Der Plot: Karo (Claudia Eisinger), emotional, egoistisch, kurz gesagt schwierig, verliert ihren Job. Sie beschließt sich zu ändern und beginnt eine Therapie. Doch damit geht das Drama erst richtig los. Sie will Superpatientin werden. Karo holt Trauerarbeit nach, stellt ihre Mutter (Katja Riemann) zur Rede, verlässt ihren Freund – und fällt in eine tiefe Depression.
Ein Thema, mit dem viele Mitglieder der „Mängelexemplar“-Crew schon in Kontakt gekommen sind. „Ich kenne viele, die Depressionen haben. Und wo ich dann geholfen habe“, erzählt Sarah Kuttner. „Ins Auto packen, Notaufnahme oder bei mir schlafen lassen – das ganze Programm.“

Hauptdarstellerin Claudia Eisinger ging zweimal undercover zur Psychotherapie – als ihre Rolle Karo. „Die Fragen, die mir die Therapeutin gestellt hat, haben mir sehr geholfen für die Vorbereitung auf den Film“, erläutert sie den verblüfften Kolleginnen ihre Lernmethode.
Regisseurin Laura Lackmann bekennt ganz offen, selber acht Jahre in Therapie gewesen zu sein. „Das Thema von ,Mängelexemplar’ hat mich daher persönlich angesprochen, der Film war für mich ein Geschenk und auch ein wenig Selbsttherapie.“ Sie fügt lächelnd hinzu: „Aber das sind Filme ja immer irgendwo.“

Die eigenen Erfahrungen, die Dramatik der Szenen, die Leidenschaft, mit der dieser Film gedreht wird – kein Wunder, dass sich die prominenten Damen bei der Betrachtung des Trailers verstohlen die eine oder andere Träne aus dem Augenwinkel wischen. Kuttner grinsend: „Jetzt haben wir hier alle angefangen zu heulen...“
Barbara Schöne bringt die Gefühle des Teams auf den Punkt: „Wir sind alle mit einem großen Herz dabei. Das spürt man einfach. Daher auch die Tränen.“



Eintrag vom 21.11.2014


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