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Eintrag vom 16.03.2020

TV-Mord auf Gendarmenmarkt: 9,32 Millionen Zuschauer sahen Berliner ARD-'Tatort'

Die 'Tatort'-Ermittler Meret Becker und Mark Waschke mit Kollegen. © rbb/Volker Roloff
Tolle Quote für den Berliner ARD-"Tatort": 9,32 Millionen Zuschauer schalteten gestern Abend ein, als das Ermittler-Team um Meret Becker und Mark Waschke einen kniffeligen Kriminalfall löste, der auf dem Gendarmenmarkt in Mitte stattfand. Gedreht wurde der Thriller im Sommer vergangenen Jahres. Und darum ging es:
Der Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte, ein belebter Platz mitten in der Stadt, 12 Uhr mittags. Gerade winkt die Studentin Mina Jiang (Yun Huang) noch ihrer Kommilitonin Luise (Paula Kroh) von weitem zu, als sie plötzlich tot zusammenbricht. Ein Schuss in den Hinterkopf führt die Kommissare Rubin (Meret Becker) und Karow (Mark Waschke) in die historische Mitte Berlins. Eine erste Standortbestimmung zeigt, dass der Schuss aus einem nicht weit entfernten Gebäude fiel, der "Berlin School of Law", eine private Elite-Hochschule zur Ausbildung von Juristen…

Dabei war es sehr aufwendig, den berühmten Gendarmenmarkt für den "Tatort"-Dreh abzusperren. Produzentin Sophia Aldenhoven zu BILD am SONNTAG: „Vor allem bestand die Sorge, dass die Dreharbeiten nicht von jedem gleich als solche erkannt werden würden und dadurch eine Panik auf dem ja sehr belebten Platz ausgelöst werden könnte. Wir haben vor Ort mit Westen, Pilonen und Schildern auf uns als Drehteam aufmerksam gemacht. Zudem hat unsere Motivaufnahmeleitung vorab die Polizei informiert, um anzumelden, dass wir auf dem Platz eine Szene drehen, wo jemand plötzlich umfällt und jemand um Hilfe schreien wird. Die Polizei war dann auf eventuelle Anrufe vorbereitet, um auch hier zu vermeiden, dass Panik ausbricht.“
 
Aldenhoven betont: „Da der Platz natürlich ein Besucher-Highlight ist, durften wir ihn nicht ganz absperren, sondern immer nur Teile davon mit Blockern und Flatterbändern abgrenzen. Und wir durften dort nur am Wochenende drehen, um den unter der Woche starken Verkehr nicht durch unsere großflächigen Parkverbote zu stören.“

Regisseurin Brigitte Maria Bertele ergänzt in BILD am SONNTAG: „Im Kontakt mit den Behörden für die Filmarbeiten auf dem Gendarmenmarkt mussten wir sicherstellen, dass die Dreharbeiten als solche erkennbar gemacht werden, um Passanten nicht unnötig zu beunruhigen.
Als wir in der Mitte des Gendarmenmarkts einen Gedenkort mit Fotos und Blumen eingerichtet hatten und vorbeigehende Menschen betroffen näher kamen, bis sie den Aufsteller ,Filmarbeiten‘ lesen konnten und sich dann erleichtert abwandten, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, weil solche Bilder ja leider inzwischen Teil unseres kollektiven Unterbewussten geworden sind und damit Teil unserer möglich gewordenen Realität. Das finde ich für eine demokratische Gesellschaft zutiefst bestürzend.“

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