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Eintrag vom 07.10.2020

Nach acht Jahren: Friedrichswerdersche Kirche öffnet am 27.10.2020 wieder

Nach rund achtjähriger Schließzeit öffnet die Friedrichswerdersche Kirche am Dienstag, dem 27. Oktober 2020, wieder für die Öffentlichkeit. Von 1824 bis 1830 erbaut, ist sie heute der einzige originalerhaltene Kircheninnenraum Karl Friedrich Schinkels. In der parallel eröffnenden Sonderausstellung „Ideal und Form“ werden hier Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Wie vor der Schließung 2012 wird die Friedrichswerdersche Kirche nun wieder von der Alten Nationalgalerie als Dependance für die Präsentation ihres umfangreichen Skulpturenbestands genutzt werden. Die Nationalgalerie besitzt eine der umfassendsten Sammlungen skulpturaler Kunst des 19. Jahrhunderts und nimmt damit eine herausragende Stellung innerhalb der deutschen Museumslandschaft ein.

 

Die Ausstellung „Ideal und Form. Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie“ ermöglicht den Besucher*innen nun endlich wieder, die weitestgehend original erhaltene Architektur des 19. Jahrhunderts im Zusammenspiel mit meisterlichen Skulpturen und Plastiken aus eben jener Zeit zu erleben – und das bei wechselndem Tageslichteinfall immer wieder neu. Anhand ausgewählter Sammlungsstücke von der Schinkelzeit bis zum Kaiserreich zeichnet „Ideal und Form“ die Entwicklungslinien des langen 19. Jahrhunderts in die Moderne nach und lädt ein, die seinerzeit bereits international ausgerichtete Berliner Bildhauerschule neu zu entdecken – darunter bedeutende Werke von Christian Daniel Rauch, Johann Gottfried und Ridolfo Schadow, Elisabet Ney oder Adolf von Hildebrand.

 

Von Karl Friedrich Schinkel geplant, wurde die Friedrichswerdersche Kirche von 1824 bis 1830 – nahezu zeitgleich mit Schinkels Altem Museum – erbaut. Wie die Ausführungen zu seinen ersten Entwürfen verdeutlichen, hatte Schinkel von Anfang an das möglichst unverstellte Erleben eines hell erleuchteten Gesamtraums vor Augen: „Der ganze innere Raum der Kirche ist frei ohne Hindernis im Sehen und Hören von einer angemessenen Anzahl großer, nicht zu hoch liegender Fenster erleuchtet.“
Schwere Schäden im Zweiten Weltkrieg machten eine aufwändige Sanierung in den Jahren 1979 bis 1986 erforderlich. Die Wiederöffnung und erstmalige Nutzung durch die Staatlichen Museen zu Berlin erfolgte schließlich anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987. Seit 2012 war das unter Denkmalschutz stehende Kirchengebäude nur noch von außen erlebbar, da das Entstehen neuer Bauwerke in unmittelbarerer Nachbarschaft gravierende Schäden verursacht hatte und eine aufwändige Instandsetzung und Restaurierung nach sich zog.

 

Bitte beachten Sie, dass es im Zeichen der Corona-Pandemie bis auf weiteres zu besonderen Einlass- und Hygieneregelungen in den Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin kommt: Alle Besucher*innen ab 6 Jahren verpflichten sich zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, halten einen Mindestabstand von 1,5 Metern ein und folgen den ausgeschilderten Rundgängen. Da die Anzahl der Besucher*innen unter Berücksichtigung der räumlichen Kapazitäten begrenzt ist, kann es zu Wartezeiten beim Einlass kommen – wir bitten um Verständnis.
Aktuelle Informationen der Staatlichen Museen zu Berlin für Besucher*innen während der Corona-Pandemie

 

Die Anmeldung von Gruppen und Fremdführungen sind bis auf weiteres nicht möglich. Mit bis zu vier Personen können Sie eine Führung im Format „Vier im Museum“ buchen. Besuchen Sie die wiedereröffnete Friedrichswerdersche Kirche im engen Familien- oder Freundeskreis.
Mit viel Zeit und im Sitzen erfahren Sie bei „Mit Abstand der Beste!“ spannende Details über die Neueinrichtung der von Schinkel erbauten Friedrichswerderschen Kirche. Die Themen wechseln. Eine Online-Buchung ist erforderlich.

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin

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