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Eintrag vom 21.06.2017

Merkel und Schulz im Mini-Duell am Gendarmenmarkt

Die Kanzlerin und ihr Herausforderer an einem Ort und in Angriffslaune: Angela Merkel und Martin Schulz traten am Tag der Industrie vor die Wirtschaftsbosse. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte sprach zunächst die Kanzlerin, überraschte mit Aussagen wie: "Es gibt aus unserer Sicht bis 2030 keine Notwendigkeit, das Rentensystem wieder zu verändern." In Bezug auf die SPD-Steuerpläne, die Schulz am Tag vorher erläutert hatte, sagte sie unter Beifall: "Wir wollen den Solidaritätszuschlag ab 2020 schrittweise abschaffen. Und zwar für alle." Über Steuerpläne spreche sie hier, betonte Merkel, nicht als Kanzlerin, sondern "als Chefin der CDU".
Das nahm Schulz als Steilvorlage: "Ich schlage Ihnen vor, ich mach's umgekehrt. Ich starte zunächst als SPD-Vorsitzender und rede zum Schluss als zukünftiger Bundeskanzler." Schmunzeln auf den Rängen und Balkonen im Konzerthaus. 
Überhaupt lässt sich mit Humor so manch schwierige Situation zumindest überbrücken. Da die SPD die Entlastung von Geringverdienern und Mittelschicht über höhere Steuern für Spitzenverdiener finanzieren will, steht sie bei der Industrie in der Kritik. Ebenso mit den Plänen, ein Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit durchzusetzen. "An der Stelle steht in meinem Redemanuskript: Da klatschen die nicht'", scherzte Schulz und hatte wiederum Lacher auf seiner Seite.


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