Highlights April 2015: Konzerthausorchester, NDR Chor, Volodos, Say, Katzer, Müller-Brachmann

Ob traditionelle Werke oder frische Erfahrungen für Ohr und Seele: Im April ist für jeden etwas dabei. Von der Schubert-Messe an Karfreitag über die Lesung mit Corinna Harfouch bishin zu einer Neuaufführung mit orientalischem Klang. Gendarmenmarkt.de und das Konzerthaus Berlin präsentieren die Highlights für den April.
Das Konzerthausorchester spielt Karfreitag Bach und Schubert. © Marco Borggreve. Teaserfoto: © Kai Bienert

Der April ist gespickt mit so vielen hörenswerten Attraktionen am Konzerthaus Berlin, dass an dieser Stelle gar nicht alle erwähnt werden können. Beliebte Werke und Künstlerstars sorgen für aufregende Ereignisse.

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Der Monat beginnt gleich mit einem hohen Kirchenfeiertag, den das Konzerthausorchester Berlin zusammen mit dem NDR Chor und renommierten Solisten unter der Leitung von Andreas Spering begeht. Den Karfreitag erfüllen die Musiker mit einer Kantate von Johann Sebastian Bach und der As-Dur-Messe Franz Schuberts – zwei große Werke, passend zum Tag des stillen Festes im Gedenken an Jesus.

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Gemeinsam mit der Berliner Singakademie findet am 09.04. eine musikalische Feier zum 80. Geburtstag von Georg Katzer, Komponist und Pionier der elektronischen Musik in der DDR, statt. Die Aufführung seines durch die Singakademie und das Konzerthausorchester 2002 uraufgeführten Werks „Medea in Korinth“ steht im Zentrum des Abends. Darüber hinaus gibt es eine Lesung mit Corinna Harfouch aus Katzers Inspirationsquelle, Christa Wolfs Roman „Medea – Stimmen“ und ein Symposium unter Anwesenheit des Komponisten selbst.

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Drei besonders schöne Abende am 16., 17. und 18.04. bescheren den Konzerthausbesuchern der Artist in Residence Arcadi Volodos und das Konzerthausorchester unter der Leitung von Michael Sanderling. Der Pianist spielt den Solopart in Beethovens 3. Klavierkonzert in c-Moll, einem ergreifenden Werk in einer extrem düsteren Stimmung, die aber immer wieder von Abschnitten in heller Gesanglichkeit durchbrochen wird. Der russische Musiker reißt das Publikum in diese Traumwelt mit. Danach wirkt der Dirigent Michael Sanderling ganz in der Tradition seines Vaters Kurt Sanderling, der als ein ausgesprochener Schostakowitsch-Kenner galt: Er führt mit dem Konzerthausorchester Dimitri Schostakowitschs 7. Sinfonie „Leningrader“ auf. Über sein Werk sagte Schostakowitsch: „Meine Sinfonie Nr. 7 widme ich unserem Kampf gegen den Faschismus, unserem sicheren Sieg über den Feind und meiner Heimatstadt Leningrad.“ Das wuchtige Werk stellt aber auch den Krieg selbst für das Publikum einleuchtend als Feind dar.

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Den derzeitigen Artist in Residence des Konzerthauses löst gleich ein ehemaliger ab: Der vielseitige Pianist und Komponist Fazıl Say ist dem eingefleischten Konzerthausbesucher durch seine Residency 2010/11 wohlbekannt. Er gibt zusammen mit dem New Yorker Orpheus Chamber Orchestra einen Konzertabend am 20.04. Das Orpheus Chamber Orchestra zählt weltweit zu den bedeutendsten Kammerorchestern: Es tritt generell ohne Dirigenten auf, für jedes Stück legt es die führenden Musiker neu fest. So kann das Ensemble mit einer einzigartigen Mischung aus gemeinschaftlicher Führung und individueller Musikalität überzeugen. Auf dem Programm stehen neben Werken von Wagner und Haydn ein Mozart-Klavierkonzert, in dem der Mozartspezialist Say im Solopart brilliert, und ein ganz neues Werk, das das Orpheus Chamber Orchestra bei Fazıl Say in Auftrag gegeben hat: die „Chamber Symphony“. Fazıl Say sagt darüber: „Das zwanzigminütige Werk ist gänzlich von türkischer Musik wie klassischer Palastmusik oder türkischer Roma-Musik inspiriert und thematisiert meine persönliche Auseinandersetzung mit den komplexen Geschehnissen in der heutigen Türkei.“ Gespickt sei das Ganze mit einer guten Prise Romantik, denn diese sei besonders in der heutigen Zeit essentiell.

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Ein Abend mit Hanno Müller-Brachmann am 28.04. rundet den April im Konzerthaus ab. Der Künstler singt in der Gesangslage Bassbariton. Seine große Liebe gilt dem Lied – deswegen besuchte er auch schon die Liedklasse Dietrich Fischer-Dieskaus in Berlin. An diesem Abend tritt er zusammen mit seinem Begleiter Malcolm Martineau und der Violinistin Marie-Christine Klettner auf, die auf ihrem Instrument einen interessanten Gegenpart zu Müller-Brachmanns tiefer Stimme bietet.



Eintrag vom 31.03.2015


Weitere Bilder zu diesem Artikel

Arcadi Volodos. © Marco Borggreve
Fazil Say. © Marco Borggreve
Georg Katzer. © Angelika Katzer
Hanno Müller-Brachmann. © Monika Rittershaus
NDR Chor. © Michael Müller


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